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Adventskalender erbrachte eine Spendensumme von 4350 Euro

  

Die Abholfrist wurde verlängert, alle öffentlichen Aufrufe verhallten: Unser Hauptpreis des Adventskalenders konnte nicht übergeben werden. Der Gewinner unter den 1300 Kalendern hat sich schlichtweg nicht gemeldet.

Dem Gewinner ist ein dreitägiger Hotelaufenthalt plus Taschengeld in Lübeck im Wert von knapp 400 Euro entgangen. Freuen können sich aber andere, denn diese Summe erhöht den Spendenerlös auf 4350 Euro, der nun ausgeschüttet wurde.

Drei Empfänger dürfen sich freuen: der Jugendbeirat Großenwiehe, die Praxis ohne Grenzen der Diako Flensburg und der Kinder- und Jugendhospizdienst Flensburg. Auf sie wurden 3750 Euro verteilt. Während die beiden Flensburger Einrichtungen ihre Spende von unserem Vorsitzenden Hauke Hunger in einer Videokonferenz erhielten, nahm Emily Wagner den Scheck für den Jugendbeirat an frischer Luft persönlich entgegen.

Die 16-jährige ist Vorsitzende des Gremiums, das sich um die Belange von Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde kümmert. „Wir planen mit dieser Unterstützung gleich zwei Aktionen“, verkündet sie. „Wenn es wieder möglich ist, wollen wir einen Workshop „Comic-Zeichnen“ mit Kim Schmidt anbieten. Zudem planen wir eine Baumpflanzaktion.“

Im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst, der zum Katharinen-Hospiz gehört, sind inzwischen fünf Hauptamtliche Mitarbeiter tätig, die für die Begleitung schwer kranker Kinder und deren Eltern und Geschwister besonders geschult sind. „Wir sind zu 90 Prozent auf Spenden angewiesen“, erläuterte Birgit Rath-Röhlk. „Wir führen abwechselnd eine Freizeit für Familien mit schwer erkrankten Kindern oder auch für trauernde Familien durch, dafür soll diese Spende dienen.“

Die Praxis ohne Grenzen in Flensburg bietet Menschen medizinische Versorgung an, die nicht krankenversichert sind. Schwester Elke Rüppel legte für den Verein in Flensburg dar, dass es vom Land oder von der Stadt keinerlei Unterstützung gebe. Man habe 30 permanente Unterstützer, sei ansonsten auf Spenden angewiesen. Für die Verwendung der Spende gebe es täglich Anlässe: „Gerade eben habe ich von einer jungen Frau im Kreißsaal erfahren, die nicht versichert ist und einen Kaiserschnitt benötigt. So etwas übernehmen wir dann spontan.“ 

Über die verbliebenen 600 Euro konnten sich bereits im Dezember alle Kita-Kinder in Lindewitt und Großenwiehe freuen. Der HGV-Weihnachtsmann hatte sie mit insgesamt 300 Naschi-Tüten besucht. Auch die Kinder der Aktion „Großenwiehe leuchtet“ im vergangenen November wurden ebenfalls mit mehr als 100 solcher Tüten bedacht.

„Es ist das erste Mal, dass unsere Spenden auch über die Gemeindegrenzen hinausgehen. Aber wir sehen, dass diese beiden Einrichtungen auch sehr schnell für uns da sein könnten“, stellt Hauke Hunger fest. Im nächsten Jahr bleibt der Überschuss aus dem Adventskalender allerdings vor Ort. „Wir feiern dann unser 50-jähriges Bestehen und möchten ein gemeinsames Dorffest mit beiden Gemeinden feiern.“